Wirtschaftsbericht April 2026

Schweizer Handelsregister · Neugründungen, Liquidationen, Marktdynamik

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Neugründungen

10’246

im April

In Liquidation

0

im April

Netto-Veränderung

5’759

Neugründungen − Löschungen

Marktbericht April 2026: Schweizer Handelsregister

Leadportal Monatsbericht | Quelle: Zefix | Stand: laufend aktualisiert

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Zusammenfassung

Der April 2026 zeigt sich im Schweizer Handelsregister von einer bemerkenswert aktiven Seite: Mit 2'230 neu eingetragenen Unternehmen setzt sich die Gründungsdynamik des laufenden Jahres fort. Besonders auffällig ist die aktuelle Datenlage auf der Liquidationsseite — zum jetzigen Zeitpunkt sind null Liquidationen und lediglich fünf Deaktivierungen verzeichnet, was den Nettosaldo auf +2'225 Einträge hebt. Allerdings ist bei der Interpretation dieses Wertes erhebliche Vorsicht geboten: Wie weiter unten im Methodikteil erläutert, befinden sich die Daten im laufenden Aufbau und werden täglich aktualisiert. Die Branchenstruktur der Neugründungen spiegelt einmal mehr die Transformation der Schweizer Wirtschaft wider — Dienstleistungen, Handel und digitale Branchen dominieren, während klassische Industriegründungen klar in der Minderheit bleiben.

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Neugründungen: 2'230 neue Unternehmen im April 2026

Gesamtbild

Mit 2'230 neu eingetragenen Gesellschaften reiht sich der April 2026 in eine anhaltend lebhafte Gründungsphase ein, die für Frühlingsmonate typisch ist. Erfahrungsgemäss ist das zweite Quartal in der Schweiz ein saisonal starkes Fenster für Unternehmensgründungen: Jahresanfangspläne werden in die Tat umgesetzt, Förderprogramme laufen an, und die psychologische Aufbruchsstimmung des Frühlings begünstigt unternehmerische Entscheide.

Nach Rechtsform

Die Aufschlüsselung nach Rechtsform offenbart eine bedeutende Datenlücke, die für die aktuelle Monatserhebung charakteristisch ist: Von den 2'230 Neugründungen sind 2'225 — also über 99 Prozent — noch unter «Unbekannt» klassiert. Das bedeutet nicht, dass diese Firmen keine Rechtsform besitzen, sondern dass die entsprechenden Zuordnungen in der Zefix-Datenbank für den laufenden Monat noch nicht vollständig verarbeitet wurden. Inhaltlich verwertbar sind damit vorerst nur drei Einzelunternehmen und zwei Vereine, die bereits vollständig erfasst sind.

Gestützt auf historische Muster aus vergangenen Monaten ist davon auszugehen, dass nach endgültiger Datenprozessierung die GmbH die dominante Rechtsform darstellen wird — typischerweise entfallen in der Schweiz zwischen 50 und 60 Prozent aller Neugründungen auf die Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Aktiengesellschaft folgt auf Platz zwei, während Einzelunternehmen und Kollektivgesellschaften quantitativ eine untergeordnete, aber in bestimmten Branchen relevante Rolle spielen.

Nach Kanton

Auch die kantonale Verteilung ist von derselben Datenprozessierungsverzögerung betroffen: 2'225 der 2'230 Gründungen sind noch keinem Kanton zugewiesen. Fünf Kantone sind mit je einem Eintrag vertreten: Appenzell Ausserrhoden (AR), Basel-Stadt (BS), Thurgau (TG), Waadt (VD) und Zürich (ZH). Diese Stichprobe ist statistisch nicht repräsentativ und erlaubt keine sinnvollen Schlussfolgerungen über die geografische Verteilung des aktuellen Gründungsgeschehens.

Auf Basis langjähriger Muster ist zu erwarten, dass sich die geografische Verteilung bei Monatsabschluss in der gewohnten Struktur präsentieren wird: Der Kanton Zürich als grösster Wirtschaftsraum der Schweiz dürfte den Löwenanteil stellen, gefolgt von den Kantonen Bern, Waadt, Aargau und Basel-Stadt. Kantone wie Zug und Genf erzielen regelmässig überdurchschnittliche Gründungsquoten gemessen an ihrer Einwohnerzahl — ein Indikator für die Attraktivität dieser Standorte für Holdingstrukturen, Finanzgesellschaften und internationale Unternehmen.

Nach Branche: Das eigentliche Kernbild

Während Rechtsform und Kanton noch auf Vervollständigung warten, ist die Branchenverteilung der Neugründungen bereits deutlich aussagekräftiger — sie basiert auf 2'096 zugeordneten Gründungen und zeichnet ein klares Bild der wirtschaftlichen Schwerpunkte.

Wirtschaftliche & technische Dienstleistungen führen mit 377 Gründungen die Liste an. Diese Sammelkategorie umfasst Unternehmensberatung, Treuhand, Personalvermittlung, Rechtsberatung und ähnliche B2B-Dienstleister — ein Bereich, der in der Schweiz strukturell stark wächst, weil die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften auf Mandatsbasis steigt und die Einstiegshürden für Solo-Selbstständige gering sind.

Handel folgt mit 297 Gründungen auf Platz zwei. Dieser Wert verdient eine differenzierte Lesung: Ein erheblicher Teil dieser Gründungen dürfte auf den E-Commerce entfallen, der auch in der Schweiz weiter expandiert. Der stationäre Einzelhandel steht hingegen strukturell unter Druck — neue Läden entstehen zwar, aber die Schliessungsrate in diesem Segment ist erfahrungsgemäss ebenfalls hoch.

Immobilien (214 Gründungen) und Finanzen & Versicherung (190 Gründungen) spiegeln einen anhaltenden Trend wider: Das anhaltend hohe Zinsniveau in der Schweiz — wenn auch moderater als in der EU — sowie Verschiebungen in der Vermögensanlage lassen neue Vehikel und Beratungsgesellschaften entstehen. Auffällig ist, dass Immobiliengründungen trotz der bekannten Marktverlangsamung bei Wohneigentum robust bleiben, was auf die Bedeutung von Verwaltungs-, Vermittlungs- und Portfoliogesellschaften hinweist.

IT & Kommunikation kommt auf 192 Gründungen — ein Wert, der im langjährigen Vergleich auf hohem Niveau liegt. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen, Cybersicherheit und KI-gestützten Diensten befeuert weiterhin die Startup-Aktivität in diesem Segment, auch wenn die Euphorie der Boomjahre 2021/22 einer nüchterneren Gründungslogik gewichen ist.

Tourismus & Gastronomie überrascht mit 169 Gründungen positiv. Der Schweizer Tourismus erholt sich weiterhin robust, und insbesondere im Premium-Segment entstehen neue Angebote. Die Gastronomie bleibt trotz hoher Betriebskosten ein Bereich mit dynamischem Gründungsgeschehen.

Am unteren Ende stehen Energie & Umwelt (18 Gründungen) sowie Sport (13 Gründungen). Letzteres überrascht kaum, da Sportorganisationen häufig als Vereine und nicht als Kapitalgesellschaften firmieren. Im Energiebereich hingegen ist die niedrige Zahl bei aller gebotenen Vorsicht ein Gesprächspunkt: Während die Energiewende politisch vorangetrieben wird, mündet sie offenbar weniger in neue Firmengründungen als in den Ausbau bestehender Player.

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Liquidationen: Datenlage unvollständig — kein belastbares Bild möglich

Die aktuelle Erhebung weist null Liquidationen aus. Dieser Wert ist mit Sicherheit nicht die endgültige Zahl für den Monat April 2026. Liquidationsmeldungen werden im Handelsregister erfahrungsgemäss zeitverzögert publiziert: Der gesetzlich vorgeschriebene Ablauf — Beschluss, Publikation im SHAB, Eintragung im Handelsregister — dauert typischerweise mehrere Wochen bis Monate. Zudem werden Liquidationsdaten im Zefix häufig mit grösserer Latenz verarbeitet als Neueintragungen.

Es wäre daher methodisch falsch, aus dem aktuellen Wert auf eine aussergewöhnlich niedrige Marktaustrittsdynamik zu schliessen. In normalen Monaten bewegen sich die Liquidationszahlen in der Schweiz in einem mittleren dreistelligen Bereich. Ob April 2026 davon abweicht, wird erst der Abschlussbericht am 1. Mai 2026 zeigen.

Auffällig und grundsätzlich positiv ist immerhin, dass auch bei den Deaktivierungen — einem weniger formalen, oft schneller erfassten Indikator für das Einstellen der Geschäftstätigkeit — lediglich fünf Fälle verzeichnet sind. Dieser Wert ist zwar ebenfalls vorläufig, deutet aber nicht auf ein plötzliches Anschwellen der Marktaustritte hin.

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Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Stellenpotenzial durch Neugründungen

Neugründungen schaffen nicht sofort Arbeitsplätze in grösserem Massstab — die meisten neu eingetragenen Gesellschaften starten als Einpersonen- oder Kleinstunternehmen. Dennoch lassen sich auf Basis der Branchenverteilung plausible Schätzungen anstellen.

Geht man bei den 377 Neugründungen in wirtschaftlichen und technischen Dienstleistungen von einer durchschnittlichen Anfangsgrösse von 1,5 bis 2 Vollzeitstellen aus, ergibt sich ein potenziales Stellenschaffungsvolumen von rund 550 bis 750 Arbeitsplätzen allein in dieser Kategorie. Für den Handel (297 Gründungen) ist die Spanne breiter: Viele Handelsunternehmen starten als Online-Shops ohne Angestellte, andere als Fachgeschäfte mit zwei bis fünf Mitarbeitenden. Eine konservative Schätzung von 1,2 Stellen im Schnitt ergibt etwa 350 Positionen.

In der Gastronomie (169 Gründungen) sind Neugründungen tendenziell beschäftigungsintensiver: Selbst ein kleines Restaurant erfordert vier bis acht Mitarbeitende. Hier könnte der potenzielle Arbeitsmarktimpuls bei 700 bis 1'300 Stellen liegen — eine der bedeutendsten einzelner Branchen in dieser Betrachtung.

Über alle Branchen summiert lässt sich für April 2026 ein rohes Potenzial von 3'500 bis 5'500 neuen Stellen schätzen — wohlgemerkt ein Potenzial, das sich über Monate und Jahre materialisiert und nicht am Tag der Eintragung entsteht. Diese Zahlen sind als Grössenordnung zu verstehen, nicht als Prognose.

Jobrisiko durch Liquidationen

Da Liquidationsdaten für April 2026 noch nicht vorliegen, ist eine symmetrische Risikoabschätzung nicht möglich. Bei einem historischen Monatsdurchschnitt von 300 bis 500 Liquidationen in der Schweiz — überwiegend kleine Gesellschaften — bewegt sich das typische Stellenrisiko im Bereich von 1'000 bis 3'000 betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern pro Monat, wobei der Grossteil auf Solo-Selbstständige ohne weitere Angestellte entfällt. Eine fundierte Aussage für April 2026 folgt im Abschlussbericht.

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Marktdynamik & Ausblick

Wachsende Sektoren

Die Branchenverteilung der April-Gründungen bestätigt und verstärkt Trends, die sich bereits über die vergangenen Quartale abzeichneten. Dienstleistungen für Unternehmen bleiben der Wachstumsmotor: Die Nachfrage nach externem Know-how in Bereichen wie Compliance, Digitalisierung, HR und Finanzplanung ist struktureller Natur und dürfte auch über das laufende Jahr hinaus für eine hohe Gründungsrate sorgen.

Der IT-Sektor zeigt trotz einer gewissen Konsolidierungsphase bei Venture-Capital-Finanzierungen weiterhin hohe Gründungszahlen. Insbesondere KI-nahe Anwendungen, Automatisierungslösungen für KMU und Cybersecurity-Dienstleister sind aktiv. Die Schweiz profitiert dabei von ihrer Positionierung als verlässlicher Technologiestandort mit attraktivem Talentpool aus den Hochschulen.

Tourismus & Gastronomie zeigt sich resilienter als von manchen Beobachtern nach der Covid-Phase erwartet. Das Frühjahr ist traditionell eine Gründungshochsaison in diesem Segment — wer im Sommer öffnen will, trägt im April ein.

Herausforderungen und schrumpfende Bereiche

Industrie (57 Gründungen) und Energie & Umwelt (18 Gründungen) rangieren klar am unteren Ende. Die Industriegründungen leiden unter den hohen Investitionsanforderungen und dem globalen Wettbewerbsdruck. Im Energiebereich darf die niedrige Zahl jedoch nicht als mangelndes Interesse an der grünen Transformation interpretiert werden: Hier findet das Wachstum eher in bestehenden Unternehmen statt, die ihre Geschäftsmodelle transformieren, als in Neugründungen.

Saisonale Einordnung

April ist traditionell ein starker Gründungsmonat. Die ersten Quartalsabschlüsse sind gemacht, Bankgespräche aus dem Frühjahr haben zu Abschlüssen geführt, und die Stimmung ist saisonal aufgehellt. Dies relativiert den hohen absoluten Wert von 2'230 Gründungen leicht: Ein Vergleich mit März und Mai desselben Jahres sowie mit dem April 2025 wäre nötig, um eine verlässliche Einordnung zu ermöglichen — Vergleichsdaten, die im Abschlussbericht ergänzt werden.

Konjunktureinordnung

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich im Frühjahr 2026 in einem Umfeld moderaten Wachstums. Der Frankenkurs bleibt eine dauerhafte Herausforderung für exportorientierte Branchen, während die Binnenwirtschaft — getragen von privatem Konsum, Dienstleistungen und dem stabilen Arbeitsmarkt — solide performt. Die hohe Gründungsdynamik in April spiegelt das grundsätzlich positive Unternehmerklima wider, auch wenn geopolitische Unsicherheiten und die globale Handelsdynamik als Dämpfer wirken können.

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Methodischer Hinweis

Die Daten dieses Berichts entstammen dem Zefix (Zentralen Firmenindex der Schweiz), dem offiziellen Handelsregisterportal des Bundes. Stichtag der vorliegenden Auswertung ist ein laufendes Datum im April 2026; die Zahlen werden täglich aktualisiert. Der endgültige Bericht für April 2026 erscheint am 1. Mai 2026 und basiert auf dem dann abgeschlossenen Datensatz.

Wichtige Einschränkungen: Die für diesen Monat dominante Kategorie «Unbekannt» bei Rechtsform und Kanton ist Ausdruck einer noch laufenden Datenprozessierung und kein inhaltliches Merkmal der Gründungen. Liquidationsdaten sind aufgrund der gesetzlichen Fristen im SHAB-Prozess grundsätzlich mit Verzögerung verfügbar und daher für laufende Monate strukturell untererfasst. Alle Arbeitsmarktschätzungen in diesem Bericht sind eigene Berechnungen von Leadportal auf Basis typischer Unternehmensgrössenprofile und sind ausdrücklich als Grössenordnungen, nicht als empirische Messgrössen zu verstehen.

Leadportal verarbeitet und aggregiert Zefix-Daten für die Schweizer Firmendatenbank unter [leadportal.ch](https://leadportal.ch). Weitere Monatsberichte und kantonale Auswertungen sind im Berichtsarchiv unter leadportal.ch/berichte verfügbar.

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© Leadportal AG | Monatsbericht April 2026 | Alle Angaben ohne Gewähr | Laufende Aktualisierung bis 1. Mai 2026

Neugründungen im Detail

Nach Rechtsform

GmbH4’312(42.1%)
Einzelunternehmen3’337(32.6%)
Aktiengesellschaft1’690(16.5%)
Zweigniederlassung268(2.6%)
Kollektivgesellschaft263(2.6%)
Verein228(2.2%)
Stiftung73(0.7%)
Zweigniederlassung ausl. Gesellschaft43(0.4%)
Genossenschaft14(0.1%)
Unbekannt11(0.1%)

Nach Kanton

ZH1’778(17.4%)
VD964(9.4%)
BE927(9.0%)
GE857(8.4%)
AG777(7.6%)
ZG622(6.1%)
SG534(5.2%)
VS497(4.9%)
TI465(4.5%)
LU445(4.3%)

Nach Branche

Wirtschaftliche & technische Dienstleistungen1’738(17.0%)
Handel1’286(12.6%)
Immobilien1’006(9.8%)
Finanzen & Versicherung918(9.0%)
IT & Kommunikation808(7.9%)
Tourismus & Gastronomie759(7.4%)
Handwerk718(7.0%)
Bau & Architektur633(6.2%)
Kultur & Freizeit463(4.5%)
Gesundheitswesen343(3.3%)

Liquidationen im Detail

Nach Rechtsform

Keine Daten für diesen Zeitraum.

Nach Kanton

Keine Daten für diesen Zeitraum.

Methodik: Datenquelle ist die offizielle Zefix REST API des Schweizerischen Bundesamtes für Justiz. Erfasst werden alle Eintragungen in das Schweizer Handelsregister. „In Liquidation" entspricht dem Zefix-Status IN_LIQUIDATION, „aktiv" entspricht EXISTIEREND. Branchenzuordnung erfolgt automatisiert auf Basis des Firmenzwecks.

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